Zeiler Baudenkmäler

Bildstock Söhrlein/Morethstraße

  • Marter (Söhrlein-Morethstraße)

    Der Renaissance-Bildstockkopf auf erneuerter Säule

  • Marter (Söhrlein-Morethstraße)

    Osten: Kreuzigung mit Stifterfamilie

  • Marter (Söhrlein-Morethstraße)

    Süden: St. Barbara

  • Marter (Söhrlein-Morethstraße)

    Westen: Pieta vor leerem Kreuz

  • Marter (Söhrlein-Morethstraße)

    Norden: St. Kilian mit dem Schwert

diverse Quellen

Drei Bildstöcke stehen am Söhrlein dicht beeinander. Der eine ist der sog. "Söhrlein-Altar", dem gegenüber, auf der anderen Altachseite, steht ein achteckiger Bildstock aus dem 19. Jahrhundert. Bei dem hier vorgestellten (etwa 50m nördlich des Altars, gegenüber der Morethstraße) ist nur noch der Kopf original erhalten. Der Unterbau wurde in der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert auf Initiative des Haßbergvereins neu erstellt. Bei dem Kopf handelt es sich um eine der ältesten erhaltenen Martern im Bereich Zeil. Er ist stilistisch der Renaissance zuzuorden und dürfte Anfang des 17. Jahrhunderts entstanden sein, ist also wohl noch älter als die Betzelmann-Marter am Kreuzfriedhof.

Die der Straße zugewandte Seite (Westen) zeigt eine Pieta vor leerem Kreuz. Die schlecht zugängliche Rückseite (Richtung Bach) zeigt eine Kreuzigung mit der siebenköpfigen Stifterfamilie. Diese beiden Breitseiten sind nach oben durch einen Bogen abgeschlossen. Die beiden Schmalseiten weisen ebenfalls Reliefdarstelellungen auf: Einmal erkennt man St. Kilian mit dem Schwert (Norden), gegenüber St. Barbara mit dem Turm.

Leider sind die Reliefs mittlerweile in einem sehr schlechten Zustand. Der weiche Sandstein weist mehrere Risse auf und die Details der Figuren sind kaum mehr zu erkennen.