Zeiler Baudenkmäler

Stadtmauer Abschnitt Südost (zwischen Entenweidgasse und Altach)

  • Durchgang zur Altach

    Durchgang zur Altach (mit Wehrbögen)

  • Durchgang zur Altach

    Durchgang zur Altach, Außenseite

  • Private Durchgänge

    Private Durchgänge (Nähe Lange Gasse)

Stadtmauer Südost (Entenweidgasse - Lange Gasse)

Noch sehr gut erhalten sind Teile dieses Stadtmauerabschnitts. So sind im vorderen Bereich, an der Gabelung der Entenweidgasse, noch Reste des Wehrgangs erhalten. Auch die Höhe der Mauer dürfte dem Originalzustand nahekommen. Die dort befindliche Fußgängerpforte wurde erst in neuerer Zeit angelegt und führt zwischen Gärten hindurch zur Altach. Weiter nördlich gibt es ältere Durchgänge zu Privatgrundstücken. Bereits 1699 wurde das Haus Lange Gasse 16 von außen an die Stadtmauer gebaut, gleich neben dem Unteren Tor - ein Beleg für die frühe Expansion der Stadt Richtung Osten.

Mauer Chronik Zeil

Das zu Wohnzwecken eigentlich nicht besonders geeignete Gelände dicht östlich der alten Stadtmauer mußte wegen starker Bevölkerungszunahme bebaut werden. Bodenaufschüttungen (etwa in Verbindung mit einer Vertiefung und Verbreiterung des nördlichen Trockengrabens) schufen die Voraussetzung, dass das neu gewonnene Gelände besiedelt werden konnte. Weil aber die Neubürger hier des Schutzes einer Mauer auch teilhaft sein wollten, wurde der bisherige Ostmauerzug abgebaut und mit Hilfe des gewonnenen Quadermaterials in größerer Bachnähe wieder errichtet. Auf diese Weise konnte die Neusiedlung in die Altstadt einbezogen werden. ihr Umfang läßt sich noch heute feststellen; sie umfaßt die Gebäude zwischen der Entenweid- und der unteren Heppengasse einerseits und dem Ostmauerzug andrerseits. Für aufmerksame Beobachter sagt die auf dem Stadtplan aus dem 19. Jahrhundert deutlich sichtbare Ausbiegung der Ringmauer genug. Zu welcher Zeit der Ausbau erfolgte, läßt sich urkundlich leider nicht nachzuweisen. (Quelle: CHR, Bd. 1, S. 68)